Du hast fleißig geübt und fragst dich, wie der große Tag konkret abläuft? Unsicherheit über den Ablauf sorgt oft für mehr Nervosität als der Stoff selbst. Deshalb bekommst du hier einen klaren, ehrlichen Überblick über die computerbasierte Theorieprüfung für die Klasse B in Österreich — von der Anmeldung bis zum Ergebnis. Wer weiß, was ihn erwartet, geht deutlich entspannter hinein.
Wo und wie geprüft wird
Die Prüfung findet am Computer bei einer dafür autorisierten Stelle statt — nicht mehr auf Papier. Du sitzt an einem Bildschirm und beantwortest die Fragen in deinem eigenen Tempo, ohne dass dir jemand über die Schulter schaut. Viele Fragen werden durch Bilder, Grafiken oder dargestellte Verkehrssituationen ergänzt, die du genau ansehen solltest. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend: Du wählst deine Antwort per Klick und gehst dann zur nächsten Frage weiter. Wer vorher am Computer oder Smartphone geübt hat, findet sich sofort zurecht und muss sich am großen Tag nicht erst mit der Technik vertraut machen.
Die zwei Module der Prüfung
Die Theorieprüfung der Klasse B besteht aus zwei Teilen, die getrennt bewertet werden:
- Das Basismodul deckt das Grundwissen ab, das für alle Führerscheinklassen gilt — Verkehrszeichen, Vorrang, Verhalten im Straßenverkehr und mehr.
- Das klassenspezifische Modul B behandelt die Themen, die speziell für Pkw und die Klasse B relevant sind.
Jedes Modul wird für sich gewertet. Pro Modul erwarten dich rund 20 Hauptfragen, ergänzt um bis zu 20 Zusatzfragen. Das mag nach viel klingen, ist aber gut zu schaffen, wenn du die Kapitel solide geübt hast. Der gesamte Fragenpool für die Klasse B umfasst rund 1.486 Fragen — in der Prüfung selbst bekommst du natürlich nur eine Auswahl davon. Genau deshalb lohnt es sich, möglichst breit zu üben statt nur ein paar Lieblingskapitel: Welche Fragen genau drankommen, weißt du vorher nicht, aber wenn du den ganzen Stoff abgedeckt hast, kann dich nichts wirklich überraschen.
Einfach- und Mehrfachauswahl
Ein Punkt, der viele Prüflinge stolpern lässt: Nicht jede Frage hat nur eine richtige Antwort. Manche Fragen sind als Einfachauswahl gestellt, bei anderen sind mehrere Antworten richtig — und du musst alle zutreffenden auswählen. Markierst du bei einer Mehrfachauswahl nur eine von zwei richtigen Antworten, zählt die ganze Frage als falsch, selbst wenn das Angekreuzte stimmt.
💡 Tipp: Im Übungsmodus von losfahr.at trainierst du genau dieselben Fragetypen, inklusive der Mehrfachauswahl — so gibt es am Prüfungstag keine Überraschungen.
Gewöhne dir deshalb von Anfang an an, bei jeder Frage alle Antwortmöglichkeiten einzeln durchzugehen, statt nach der ersten passenden aufzuhören.
Bilder- und Situationsfragen richtig lesen
Ein erheblicher Teil der Fragen stützt sich auf ein Foto oder eine gezeichnete Verkehrssituation. Hier lohnt sich der bewusste, gründliche Blick: Wo stehen die anderen Fahrzeuge? Gibt es Radfahrer:innen, zu Fuß Gehende oder ein verdecktes Verkehrszeichen? Eine Bodenmarkierung, die du übersiehst, kann die richtige Antwort komplett verändern. Nimm dir die paar Sekunden, das ganze Bild abzusuchen, bevor du dich entscheidest.
Bestehensgrenze: 80 Prozent pro Modul
Um ein Modul zu bestehen, brauchst du 80 Prozent der möglichen Punkte in diesem Modul. Entscheidend ist: Die beiden Module werden getrennt bewertet. Du musst also in jedem Modul für sich die 80-Prozent-Marke erreichen. Das ist gut zu wissen, weil es bedeutet, dass eine Schwäche in einem Bereich nicht durch Stärke im anderen ausgeglichen wird — beide müssen sitzen. Ein bisschen Luft nach unten hast du also, aber nicht viel: Achtlose Flüchtigkeitsfehler kannst du dir kaum leisten. Wenn du in deinen Übungsrunden stabil über 80 Prozent pro Kapitel liegst, bist du gut aufgestellt.
Was passiert, wenn du ein Modul nicht schaffst?
Hier kommt die beruhigendste Nachricht: Wenn du eines der beiden Module nicht bestehst, musst du nicht die ganze Prüfung wiederholen, sondern nur das Modul, das du nicht geschafft hast. Das bestandene Modul behältst du. Das nimmt enorm viel Druck und macht den zweiten Anlauf deutlich überschaubarer.
Für eine Wiederholung gilt in der Regel eine Wartezeit von mindestens zwei Wochen, und es gibt üblicherweise keine festgelegte Obergrenze an Versuchen. Du kannst es also so oft probieren, bis es klappt — der Druck, dass „alles auf einmal“ sitzen muss, fällt damit weg. Die genauen Bestimmungen können sich ändern und je nach Stelle leicht variieren — prüfe im Zweifel offizielle Quellen wie oesterreich.gv.at oder frag deine Fahrschule.
Anmeldung, Gebühren und was du mitbringen musst
Zur Prüfung musst du einen gültigen Lichtbildausweis mitbringen — ohne gültigen Identitätsnachweis ist eine Teilnahme nicht möglich. Die Anmeldung läuft in der Regel über deine Fahrschule, die dir auch sagt, wann und wo geprüft wird.
Die Gebühr liegt pro Modul bei rund 5,50 € (Stand 2026). Genaue Beträge können sich ändern und je nach Stelle unterschiedlich sein — verlass dich daher auf die Angaben deiner Fahrschule oder offizielle Quellen.
Damit du den Stoff überhaupt antrittst, sind übrigens bestimmte Pflichtstunden vorgeschrieben: für die Klasse B mindestens 32 Unterrichtseinheiten Theorie (20 Basis plus 12 klassenspezifisch). Eine Unterrichtseinheit entspricht 50 Minuten.
Am Prüfungstag
Sei pünktlich und plane genug Zeit für die Anreise ein, damit du nicht abgehetzt ankommst. Ruhe und ausreichend Schlaf bringen am Prüfungstag oft mehr als das letzte hektische Lernen kurz vorher. Während der Prüfung gilt: Lies jede Frage in Ruhe — am besten zweimal — und achte besonders auf Signalwörter wie „nur“, „immer“, „muss“ oder „darf nicht“, die den Sinn einer Frage verändern. Du arbeitest in deinem eigenen Tempo, also lass dich nicht hetzen.
Wenn dir eine Frage schwerfällt, gerate nicht in Panik. Ein paar Fragen darfst du dir leisten, ohne durchzufallen — wichtig ist das Gesamtbild pro Modul. Atme durch und konzentriere dich auf die nächste Frage.
Mit dem richtigen Üben gelassen in die Prüfung
Wer den Ablauf kennt, geht entspannter in die Prüfung — und entspannte Prüflinge machen weniger Flüchtigkeitsfehler. Die beste Vorbereitung ist, genau die Fragetypen zu trainieren, die dich erwarten: Einfach- und Mehrfachauswahl, Bilder- und Situationsfragen, in beiden Modulen.
Genau das kannst du kostenlos bei losfahr.at tun — mit allen offiziellen Fragen, in mehreren Sprachen und mit Statistik pro Kapitel, damit du deine Schwächen gezielt angehst. Dann bist du am großen Tag bestens gerüstet.

